Lieferando Fotos: die Regeln, an denen die meisten Bilder scheitern

RestoPhoto Team · 28. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Speisefoto im Querformat, wie es die Speisekarte bei Lieferando verlangt

Ein Bild in der Lieferando-Speisekarte durchläuft eine Prüfung, bevor Gäste es sehen. Der Kundenservice schaut es sich an und schaltet es innerhalb einer Woche frei. Das klingt harmlos, hat aber eine unangenehme Folge: Wer das Format falsch hat, merkt es nicht sofort, sondern verliert die Woche und fängt danach von vorn an. Deshalb lohnt es sich, die Vorgaben einmal richtig zu lesen, bevor das erste Foto hochgeht.

Was Lieferando tatsächlich verlangt

Die Angaben stammen aus dem Partnerbereich von Lieferando selbst, Abschnitt Fotos hochladen, abgerufen am 28. August 2026:

  • Seitenverhältnis 4:3, Querformat. Das ist die einzige harte Zahl in der ganzen Vorgabe.
  • Nur ein Artikel oder ein Gericht pro Bild.
  • Das Gericht zentriert im Bild.
  • Gut ausgeleuchtet.
  • Ein Häkchen, mit dem Sie Lieferando die Nutzung des Bildes erlauben.
  • Nach dem Speichern prüft der Kundenservice das Foto und schaltet es binnen einer Woche in der Speisekarte frei.

Hochgeladen wird im Partner Hub: Maus auf das Personensymbol, dann Menü beziehungsweise Artikel, Gericht auswählen, Foto hochladen, speichern und veröffentlichen.

4:3 ist die Stelle, an der es meistens kippt

Die Ironie daran: Ihr Telefon fotografiert von Haus aus in 4:3. Genau dieses Bild wäre richtig. Kaputt geht es erst im zweiten Schritt, weil sich seit Jahren eingebrannt hat, dass ein Speisefoto quadratisch zu sein hat. Also wird zugeschnitten, und aus dem passenden Querformat wird ein Quadrat, das Lieferando in der Kachel erneut beschneiden muss. Der Teller sitzt dann nicht mehr mittig, und der Rand des Gerichts fällt weg.

Praktische Konsequenz: für Lieferando nicht auf 1:1 zuschneiden. Das Quadrat brauchen Sie für Instagram, nicht hier.

Ein Gericht, zentriert, und sonst nichts

Der zweithäufigste Grund, warum ein Bild in der Kachel schlecht aussieht, ist die durchgestylte Szene. Zwei Teller, ein Glas, Besteck, eine Serviette. Auf dem Laptop wirkt das wie ein Magazinfoto. In der App ist die Kachel wenige Zentimeter breit, und der Gast sieht einen Haufen brauner Flecken, aus dem er nicht ableiten kann, was er bestellt.

Lieferando schreibt genau deshalb ein Gericht pro Bild vor. Halten Sie sich daran, auch wenn es weniger aufwendig aussieht. Die Kachel ist kein Schaufenster, sie ist eine Antwort auf die Frage, was auf dem Teller liegt.

Verpackte Produkte: Barcode statt Foto

Ein Detail, das kaum jemand kennt und das viel Arbeit spart. Bei vorverpackten Produkten, also Getränken, Snacks, allem mit Strichcode, tragen Sie unter Produktidentifikation einfach die GTIN ein. Lieferando holt sich das Bild dann automatisch aus einer nationalen Datenbank und hängt es an den Artikel.

Sie müssen also keine Flaschen fotografieren. Fotografieren müssen Sie das, was Sie selbst kochen.

Und woher kommt das Foto

Ein Foodshooting für die Karte liegt in Deutschland üblicherweise im dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich, dazu kommen Terminfindung, ein halber Tag Küchenbetrieb und die Wartezeit auf die Bilder. Für zwölf Gerichte ist das eine Investition, über die man nachdenkt. Für ein neues Gericht im September ist es keine Option, und genau deshalb bleibt die Kachel dann leer.

Die Alternative ist nicht schlechteres Licht, sondern ein anderer Ablauf: Sie fotografieren den Teller an der Durchreiche mit dem Telefon, so wie er wirklich aussieht, und lassen Licht, Hintergrund und Zuschnitt danach machen. Das Gericht bleibt dabei Ihr Gericht. Was der Gast bestellt, muss auf dem Bild liegen, sonst erledigt die erste Bewertung, was zehn Fotos aufgebaut haben.

RestoPhoto hat für diesen Fall ein Ausgabeformat für Lieferando hinterlegt, das genau die 4:3 im Querformat liefert, die Lieferando verlangt. Ein Foto vom Telefon, ein Klick, kein Nachrechnen von Seitenverhältnissen.

Nach der Speisekarte ist das Foto nicht fertig

Die Speisekarte füllen Sie einmal, danach steht sie ein Jahr. Ihr Profil dagegen ist jede Woche hungrig, und dort entscheidet sich, ob Sie überhaupt jemand findet, der noch nie bei Ihnen bestellt hat. Bei Lieferando sucht Sie jemand, der sich schon entschieden hat. Auf Instagram und TikTok erreichen Sie die, die das noch nicht wissen.

Deshalb lohnt es sich, aus demselben Teller gleich beide Formate mitzunehmen: das Querformat für Lieferando und das Hochformat für Feed und Reel. Derselbe Teller, dieselbe Minute an der Durchreiche, und der zweite Zuschnitt kostet nichts extra. Die Karte bringt Bestellungen von Gästen, die Sie schon kennen. Das Profil bringt die Gäste.

Kurz zusammengefasst

  • 4:3 Querformat, nicht quadratisch zuschneiden.
  • Ein Gericht, mittig, ohne Beiwerk.
  • Helles Licht, am besten Tageslicht von der Seite.
  • Nutzungshäkchen setzen, sonst läuft die Freigabe ins Leere.
  • Eine Woche Prüfung einplanen, also nicht am Tag der Aktion hochladen.
  • Verpacktes über die GTIN, Gekochtes selbst fotografieren.

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